Qi Gong

Qi Gong ist ein uraltes chinesisches Heilsystem, das bereits vor über 4000 Jahren vor unserer  Zeit praktiziert worden ist.

Qi ist die Kraft (in Indien als Prana bekannt)

Gong bedeutet Arbeit.

Im Zentrum steht damit die Arbeit mit der Lebenskraft.  Jeder verfügt über Qi, jedoch je nach Lebensweise in unterschiedlicher Aktivierung. Mit dem Qi Gong können bestimmte körperlich energetische Bewegungen die geistige und körperliche Gesundheit eines Menschen unterstützen.

Die Chinesen entdeckten, dass durch sanfte harmonisierende Bewegungen und Sammlung der Aufmerksamkeit auf bestimmte Körperzonen die Energie im menschlichen Körper intensiviert und reguliert wird. Qi Gong besteht aus sanften, sehr langsam ausgeführten Bewegungen, aus meditativen Phasen der Stille, in denen nur der Atem beobachtet wird, und aus der aktiven Lenkung des Atems hin zu bestimmten Körperpunkten und Körperzonen. Nach chinesischer Ansicht wird dadurch das dynamische Gleichgewicht zwischen Yin und Yang (Daoismus) wieder hergestellt (M. Hackl, Qi Gong, heilende Übungen für jeden Tag).  Übende erleben, dass Qi Gong ihnen hilft, körperlich geschmeidiger und geistig entspannter durchs Leben zu gehen.

Im Qi Gong werden

-       Bestimmte Körperhaltungen

-       Bestimmte Bewegungsabläufe

-       Eine spezielle Atemführung

-       Meditative Konzentration

geübt. Die Energie wird aufmerksam absichtlich in Bewegung gesetzt und regt die natürliche Regenerationskraft von Geist und Körper an.  Qi Gong kann bis ins späte Alter geübt werden.

Das weiche Qi Gong richtet sich gegen innen, das harte Qi Gong wird in der Kunst des Kampfes ausgeübt.

Qi Gong ist zudem eine der fünf massgeblichen TCM Techniken, nebst Akupunktur, Tuina, Ernährungs- und Arzneimitteltherapie, und gehört zum ganzheitlichen Konzept der chinesischen Medizin.

 

Am Pfäffikersee
Am Pfäffikersee

Meditation

Meditieren bedeutet, am Ufer seiner Gefühle zu sitzen, zu beobachten, wie sie aufkommen und vorbeiziehen und tief in ihre Natur zu schauen (Thich Nhat Hanh in "Schritte der Achtsamkeit").

 

Es gibt viele Meditationspraktiken, sei es jene der Yogis im Hinduismus, der tantrischen Praxis im Tibet, der daoistischen Form in China oder der vielen verschiedenen  buddhistischen Klöster und Zentren der asiatischen und mittlerweile auch der westlichen Welt. Viele dieser Meditationen sind mit Visualisierungen verbunden, so auch die Meditation des Qi Gong, beim stillen Qi Gong eine Energiearbeit, wobei die Vorstellung von bestimmten Verläufen und Bewegungen das Qi aktiviert. Das bewegte Qi Gong wiederum ist eine achtsame, vollkommen wache und aufmerksame, damit meditative Bewegung mit Konzentration auf Körper und Atem, oft mit der Vorstellung der Verbindung von Mensch - Himmel - Erde verbunden.

Buddhistischen Meditationsformen gibt es unzählige, wohl die bekanntesten sind die Zenmeditationen mit der Vorstellung der "Leere" und die Vipassanameditation, auch als Achtsamkeitsmeditation bezeichnet und schliesslich Shamata, die Meditation des ruhigen Verweilens. In allen Meditationen versucht man den Geist von störenden Emotionen und Denkprozessen zu befreien. Die in meinen Kursen gepflegten Meditationsformen haben zwei Zielsetzungen, zum einen die Gedanken zu stillen, zum anderen die Achtsamkeit zu fördern. Wir entfliehen nicht in eine andere Welt, indem wir uns schönere Welten vorstellen, sondern versuchen einfach zu spüren, wie es uns gerade jetzt geht. 

China Cloisonné (Kopie)
China Cloisonné (Kopie)